6 Tage, 5 Nächte. Mit dem Motorrad auf dem Eis des Baikalsees

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Die Tourbeschreibung: 

Tag 1

Ankunft in Irkutsk. Nach der Ankunft werden Sie in einem Hotel untergebracht. Ihr Reiseleiter holt Sie dort ab, führt Sie durch das historische Stadtzentrum und zeigt Ihnen die Hauptsehenswürdigkeiten von Irkutsk.

Mittagessen in einem Restaurant. Nach dem Essen werden wir zur Trasse fahren, die extra für Offroadmotorräder vorbereitet ist. Sie befindet sich in einem malerischen Ort an dem Ufer des Flusses Angara. Unter der Leitung von unseren erfahrenen Instruktoren werden Sie dort ein passendes Motorrad auswählen und einige Probefahrten auf dem Eis der Angara ausführen können.

Am Abend kehren Sie ins Hotel zurück und werden Zeit zur freien Verfügung haben.

Tag 2

Nach dem Frühstück fahren wir mit Autos bis zum Dorf Bolschoe Goloustnoe. Die Fahrt wird etwa 2,5 Stunden dauern.

Nachdem die Motorräder abgeladen worden sind und die Ausrüstung an die Teilnehmer ausgegeben worden ist, wird der Reiseplan besprochen. Danach erwartet uns ein Mittagessen mit Nationalgerichten in einem Restaurant. Daraufhin beginnt die Fahrt auf dem Eis.

Wir werden an der Küste des Baikalsees in Richtung Norden fahren und die Schönheit der mit Eis bedeckten Felsen und dem glänzenden schwarzen Eis genießen, das unter den Rädern vorbeifliegt.

An diesem Tag werden Sie die einsame Insel „Kormoranstein“, die normalerweise dicht mit  Eiszapfen ungewöhnlicher Formen und verschiedenen Größen bedeckt ist, sehen. Nicht weit von der Insel können Sie die vereisten und in den Uferklippen versteckten Grotten besichtigen. Eine dieser Grotten ist mehr als 12 Meter lang. Hier kann die ganze Gruppe gleichzeitig hineingehen.

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Am Abend kommen wir an einem der interessantesten Orte des Baikalsees an: „Pestchanaja“ oder „Sandbucht“. Sie ist bekannt für ihre malerischen Granitfelsen, die von Sanddünen umgeben sind.

Auf der Spitze des Kaps “Großer Glockenturm“ stand in alten Zeiten der Signalleuchtturm und Eisentreppen führten nach oben. Von oben sieht man die unendliche Weite des eisbedeckten Baikalsees.

Hier werden wir unser Camp aufbauen und mit dem Abendessen die Ankunft am Baikalsee und den Anfang unserer Eisreise feiern.

Übernachtung im speziell vorbereitenden Wintercamp.

Tag 3

Wenn wir den Sonnenaufgang über dem Eis sehen, fahren wir weiter. Nicht weit von unserem  Übernachtungsplatz entfernt, sieht man das felsige Kap „Zolotoj Jar“ (Der goldene Abhang) und gerade hinter ihm die schöne „Sandbucht“. Oft stößt der Baikalsee große Eisstücke aus der Oberfläche heraus. Diese Eisstücke sehen normalerweise wie blaue transparente Platten aus, einige von ihnen stehen fast senkrecht.

Die Fahrt auf dem Baikaleis ist vielfältig. Die Abschnitte mit Glatteis wechseln mit verschneiten Feldern ab. Manchmal muss man Packeisfelder überqueren oder sogar Spalten mit offenem Wasser überqueren.

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Ungefähr am Mittag erreichen wir das weite Tal des Flusses „Buguldejka“, an dem das Dorf mit dem gleichen Namen liegt. Normalerweise begegnet man hier Fischern und kann beobachten, wie der Fischfang verläuft. Mit etwas Glück können wir frische Fische namens „Omul“ kaufen. Omul schmeckt in allen Varianten, aber besonders lecker ist er auf dem Gitter gebraten.

Am Abend kommen wir zum Kap „Krestovskij“. Hier ist ein kleines Privathotel hinter felsigen Hügeln versteckt. Dort übernachten wir. Abendessen im Hotel.

Tag 4

Frühstück im Hotel und dann Ausfahrt aufs Eis. Heute besuchen wir als erste Sehenswürdigkeit den Weißmarmorfels „Sagan-Saba“. Er ist wegen seiner Felszeichnungen berühmt, die auf die Zeit Ende des 2. Jahrtausends datiert sind.

Die Bucht neben „Sagan-Saba“ ist sehr malerisch und von allen Seiten von Felsen umgeben. In diesen Felsen gibt es einige tiefe Eisgrotten.

Die steilen Ufer sind an diesem Ort dicht mit verschiedenen Eiszapfen bedeckt. Verpassen Sie nicht die Chance Fotos zu machen!

Nach einiger Zeit erreichen wir die breite Mündung des Flusses „Anga“ und eines der schönsten Kaps an der Westküste des Baikalsees: die Felsklippe „Aja“. Hier machen wir Mittagspause und Sie können einen kurzen Spaziergang bis zur Spitze unternehmen, um ein Naturwunder, den Fels in der Bogenform, anzuschauen.

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Die Landschaft des Baikalufers verändert sich hier zur Steppenlandschaft. Die Küste bleibt aber felsig. Mit seinen großen Grotten, deren Decken mit zahlreichen Eiszapfen bedeckt sind, wird sich das Kap „Orso“ in Ihr Gedächtnis einprägen. Langsam werden die Berge niedriger und sofort hinter dem Kap „Krest“ (Kreuz) biegen wir zum „Olchoner Tor“ ab. Hier sieht man ein schönes Panorama: die verschneiten „Primorskij“ Bergrücken und das berühmte Tal „Sarma“. Von hier fahren wir zum „Kleinen Meer“. So nennen die Einheimischen den Teil des Baikalsees zwischen Westküste und der Insel Olchon.

Auf dem Weg besuchen wir den buddhistischen Stupa, der sich auf der Spitze der felsigen Insel „Ogoj“ befindet, und die Steinwände einer Ursiedlung auf dem Kap „Chorgoj“.

Am Abend dieses Tages kommen wir in dem Dorf „Chuzhir“ auf der Insel „Olchon“ an. Am Ufer neben dem Dorf können Sie das Kap „Burchan“ sehen. Es ist die Visitenkarte vom Baikalsee und hat große Bedeutung für Schamanen. Einer Legende nach hat der böse Geist drei Schlösser – eins unterirdisch, eins im Himmel und eins auf der Erde. Dieses Schloss auf der Erde ist genau auf dem Kap „Burchan“. Auf diesem ungewöhnlichen Fels gibt es eine Höhle, die in Schamanenriten benutzt wird.

Übernachtung und Abendessen im Hotel.

Tag 5

Am fünften Tag unserer Reise unternehmen wir eine interessante Exkursion zu den traumhaften Orten der Insel „Olchon“. Wir fahren bis zur Nordspitze der Insel. Dazu fahren wir aus dem Dorf direkt wieder auf das Eis. Normalerweise geht der Weg durch den Hafen. Hier sieht man im Eis zugefrorene Schiffe. Vielleicht warten sie auf den Frühling.

Auf dem Weg zum Norden sehen wir Eisgrotten auf der Insel „Charantsy“ und am Kap „Badun“. Im weiteren Reiseverlauf kommen wir auch an einem der schönsten Orte des Baikalsees vorbei, dem „Drei Brüder Kap“. Diese drei hohen weißen Felsen sind mit rötlich orangen Flechten und wunderschönen Eiszapfen überzogen. In der Nähe des Gipfels des mittleren Felsens gibt es eine Höhle mit einem wunderschönen Ausblick auf den Baikalsee. Auf Wunsch können Sie die Felsen auch besteigen und die Felsen von oben anschauen. Ein anderer Name dieses Ortes ist „Sagan-Chuschun“. In burjatischer Sprache bedeutet es „der weiße Adler“. Die Felsen sehen in der Tat aus wie ein Adler, der die Flügel vor dem Auffliegen ausbreitet.

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Von hier aus kann man schon die nördliche Spitze der Insel „Olchon“, das Kap „Choboj“, erblicken. Der Name des Kaps bedeutet „Stoßzahn“ und seine Form bestätigt es. Bei klarem Wetter kann man von hier die felsigen „Barguzin“ Gebirge und die Halbinsel „Heilige Nase“ auf der östlichen Seite des Sees sehen. Normalerweise sieht man hier sehr viele Spalten im Eis, die in der Umgebung entstanden sind und unter dem Kap zusammenlaufen. Auf Grund großer Temperaturschwankungen bewegt sich das Eis und stößt große Eisblöcke heraus. Diese Eisblöcke liegen oft in Gruppen und bilden zum Teil sogar Labyrinthe.

Danach fahren wir um die nördliche Spitze herum und weiter an der Ostküste der Insel entlang, um das Kap „Schunte“ und das in einer schönen Bucht liegende Meteorologendorf „Uzury“ zu besuchen.

Am Abend dieses Tages kehren wir nach „Chuzhir“ zurück. Unterkunft im gleichen Hotel.

Tag 6

Nach dem Frühstück im Hotel laden wir die Motorräder in den Anhänger ein, steigen in das Auto ein und fahren nach Irkutsk auf der Hauptstraße zurück. Das „Olchoner Tor“ überqueren wir auf der Eisstraße und machen eine Pause an dem Aussichtspunkt.

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Auf dem Weg zurück besuchen wir das „Tal der Steingeister“. Das ist eine Felsgruppe, die ungewöhnliche Formen haben. Dann sehen wir das „Steppenadlerdenkmal“. Mittagessen in einem Restaurant an der Straße, in dem Sie einige burjatische Nationalgerichte kosten können. Die reine Fahrzeit ist 4,5 Stunden, das sind 350 km.

Unterkunft im Hotel in Irkutsk.

Die Fotos von dieser Tour